Glossar

Das Glossar listet alphabetisch sortiert über 300 wichtige Begriffe aus der Medienindustrie auf und erklärt sie in einfachen, für Laien verständlichen Worten.
Darüber hinaus sind an den entsprechenden Stellen Regel eingestreut, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, die zu beachten sind. Das sind diejenigen Dinge, die Sie entweder NIE tun dürfen oder unbedingt tun MÜSSEN, um Ihr Printprodukt auf einen guten Weg zu führen.
Das Glossar soll Ihnen Klarheit bringen bei Ihren Design-Projekten und Antworten geben auf immer wieder kehrende Design-Fragen oder -Kommunikationsprobleme. Es nimmt Ihnen die Schwellenangst, mit eigenen (Print-)Ideen an die Öffentlichkeit zu treten und gibt Ihnen die Aussicht, am Ende der Arbeit mit dem gewählten Dienstleister ein Produkt zu haben, das sich sehen lassen kann.

↵ Der Pfeil verweist auf Begriffe, die an anderer Stelle im Glossar schon erläutert wurden.

An- und Abführungzeichen
Öffnende bzw. schließende typografische Sonderzeichen, die de Anfang und das Ende eines Zitats oder einer Hervorhebung signalisieren. Sie werden im Deutschen dargestellt durch „99“ unten und „66“ oben.
Regel:
Korrekte typografische An- und Abführungszeichen verwenden
Regel:
Das Zollzeichen auf der Tastatur für An- und Abführungszeichen ist falsch

Absatzstilvorlage/Absatzformat
Fest eingestellte Formatierung eines Absatzes in einem ↵Fließtext als Vorlage, um in mehrseitigen Publikationen eine einfache und fehlerfreie Formatierung gleicher Absätze zu gewährleisten.
Regel:
Absatzstilvorlagen/Absatzformate zur einheitlichen Gestaltung verwenden

Accent
Das französische Wort für „Akzentzeichen”. Unter einem Akzentzeichen versteht man in der Schrift ein diakritisches Zeichen, das in der gegebenen Sprache zur Markierung des Akzentes verwendet wird: é (é), ` (è) und ^ (ê) (Accent aigu, Accent grave und Accent circonflexe).

AI
Das ↵native Dateiformat der Illustrationssoftware Adobe® Illustrator®. Es löst immer mehr das veraltete Format ↵EPS ab und lässt sich mittlerweile in die meisten Layoutprogramme importieren.

Alphakanal
Ein zusätzlicher Graustufen-Kanal in einem ↵Pixelbild, der in einem Bildbearbeitungsprogramm angelegt wird und dessen Information zur Berechnung von ↵Transparenz interpretiert werden kann. An den Stellen, an denen der Kanal grau oder schwarz gefärbt wird, wird das darunterliegende Bild partiell (bei Grau) oder gar nicht (bei Schwarz) sichtbar und somit teilweise oder komplett ausgeblendet. Auf diese Weise lassen sich Bildteile freistellen bzw. ausblenden und auch weiche, verlaufende Kanten mit ↵Transparenzen erzielen.

Ankerpunkt
Anfangs-, Kurven- oder Endpunkt einer ↵Beziérkurve bzw. eines ↵Pfads.

Anschnitt
↵ Beschnitt.

Antiquaschrift
Druckschriften, die auf Vorbilder der klassischen römischen Schriften zurückgehen. Die Formen der Antiquaschriften bestehen aus geraden und gekrümmten Linien, mit und ohne Serifen. Sie wurden ab dem 15. Jahrhundert gestaltet.

Apostroph
Der Apostroph is’ ein Auslassungszeichen. Er kennzeichnet in der deutschen Sprache Auslassungen in einem Wort oder verdeutlicht zwingend den Genitiv von Eigennamen, die im Nominativ bereits auf einen s-, ß- oder x-Laut enden
Regel:
Der Apostroph ist kein Akzent

Artbox
Auch Boundingbox oder Objektrahmen genannt. Sie beschreibt den eigentlichen Inhalt, also die Objekte einer PDF-Seite und definiert damit den Seitenausschnitt, der standardmäig beim Platzieren in einem Programm verwendet wird.

ASCII
American Standard Code for Information Interchange ist eine Zeichenkodierung und bildet die Grundlage für spätere Zeichensätze und -kodierungen.

Auflösung
Die Eigenschaft eines Materials, die den kleinsten Abstand zwischen zwei benachbarten Details beschreibt, die in der Wiedergabe noch voneinander unterscheidbar sind. Je höher die Auflösung, umso mehr Punkte sind vorhanden, umso größer ist die enthaltene Information und umso mehr Details werden sichtbar.
Regel:
Niedrig auflösend Fotos nicht „einfach“ hochrechnen
Regel:
Keine Internetbilder in Printmedien
Regel:
Bei zu niedriger Auflösung von Bildern: Fotograf nach hochauflösenden Fotos fragen
Regel:
Notlösung: Digitale Fotos in einer Software gleichzeitig in der Auflösung erhöhen und in der Größe reduzieren ohne (!) Bildneuberechnun
Regel:
Bildauflösung für Monitor: 72 ppi · Bürodrucker: 150 ppi · Digital-/Offsetdruckmaschine: 300 ppi

Auslassungspunkte
Sie bestehen aus drei aufeinander folgenden Punkten, sind aber ein einzelnes typografisches Sonderzeichen. Im Fachterminus heissen die Auslassungspunkte ↵„Ellipse“. Sie beschreibt die Auslassung von mehreren Wörtern in einem Satz (mit einem Leerzeichen angehängt) oder eines Wortbestandteils (ohne Leerzeichen angehängt). Satzzeichen wie der Punkt am Endes eines Satzes mit der Ellipse werden nicht mehr gesetzt, sehr wohl aber das Ausrufe- oder Fragezeichen.
Regel:
Die Ellipse ist keine Aufeinanderfolge von drei einzelnen Punkten, sondern ein einziges Sonderzeichen

Ausrichtung
Die Orientierung eines Textes oder von Objekten zueinander aufeiner Dokumentenseite. Bei Text sind die Ausrichtungen ↵linksbündig ( ↵Flattersatz), ↵rechtsbündig, ↵zentriert und ↵Blocksatz üblich. Objekte können in dieser Weise zu sich selbst, zur Dokumentenseite oder zur Montagefläche verteilt oder ausgerichtet werden.

Außensteg
Rand eines Dokuments außerhalb des ↵Satzspiegels, der in einem Printprodukt bis zur Papierkante nach außen weist.

Banner
Großflächige Drucke – meistens in mehreren Quadratmetern Größe –, die für Werbung genutzt werden, um auf etwas aufmerksam zu machen. Aufgrund der Größe eines Print-Banners und vor allem des großen Abstands des Betrachters zu dem jeweiligen Banner kann dieses mit einer zum ↵Offsetdruck vergleichbar geringen ↵Auflösung gedruckt werden.

Belichtungsgerät
Ein Gerät für die hochauflösende Ausgabe von Druckvorlagen auf lichtempfindlichem Papier, ↵Film oder direkt auf ↵Druckplatten. Die Daten werden über ein ↵RIP für die Belichtung umgewandelt und gerastert.

Beschneidungspfad
Ein in einer Bildbearbeitungssoftware um ein Motiv angelegter Pfad, der einem Layoutprogramm angibt, das Motiv an dieser Stelle zu beschneiden, also den Hintergrund auszublenden.

Beschnitt
Dokumente, die Bilder oder Strukturen haben, die bis an den Rand des Dokuments gehen, bekommen einen Zusatz von 1–5 mm über den Dokumentenrand hinaus, damit es bei dem Beschneiden des Printprodukts in der Weiterverarbeitung keine weißen Ränder gibt. Die Größe des Beschnitts hängt von der weiterverarbeitenden ↵Druckerei ab. Gleiches gilt für ↵randabfallende Bilder, die über den Dokumentenrand hinaus gehen. Sie erhalten ebenfalls eine Zugabe von 1–5 mm.

Beziér-Linie
Linien als mathematische Kurvenfunktion für die Beschreibung von beliebig geformten Umrisslinien von Objekten. Es werden nur die Anfangs-, Kurven- oder Eckpunkte definiert. Benannt nach dem französischen Ingenieur Pierre Étienne Bézier († 25.11.1999).

Bildbearbeitung
Softwareprogramm, mit dem pixelbasierte Fotos und Bilder für den Druck nachbearbeitet werden können. Die heutigen Bildbearbeitungsprogramme weisen einen großen Umfang an Funktionen und Filtern auf.

Bildformat
Die für Fotos und Bilder gängigen pixelbasierten Bildformate sind TIF, JPG, PSD, BMP und PNG, bei vektororientierten Bildern und Grafiken sind es EPS, AI und PDF.

Binär
In binären Systemen werden zur Weitergabe von Signalen oder Darstellung von Informationen nur zwei unterschiedliche Werte verwendet, wie Ein – Aus oder Eins – Null. Alle heutigen Computer basieren auf binären Systemen.

Bindestrich
Der im Gegensatz zum ↵Gedankenstrich verwendete Strich, um Wortverbindungen oder Trennungen darzustellen.

bit
Maßangabe für die ↵Farbtiefe eines Bildes oder einer Grafik.

Bitmap
↵Pixelgrafik.

Bleedbox
Auch Anschnittrahmen genannt. Sie definiert in einer PDF-Datei die Größe des Endformats einschließlich des vorgesehenen ↵Beschnitts und der ↵Druckmarken.

Bleikegel
Im ↵Bleisatz bezeichnet der Kegel die gesamte Höhe eines Buchstabens. Sie beinhaltet auch das ↵Fleisch. Die Kegelhöhe wird Schriftgrad genannt und in typografischen Punkten angegeben.

Bleisatz
Satzherstellungsverfahren, das mit Bleilettern – Einzelbuchstaben oder Zeilen – arbeitete. Es wurde durch den Fotosatz und dann durch den computergestützten Satz – DTP-Systeme – abgelöst.

Bleiwüste
Der Begriff hat mit dem früheren ↵Bleisatz aus ↵Gutenbergs Zeiten zu tun. Er bezeichnet eine oder mehrere Seiten in einem Printmedium, die keine Bilder enthalten, textlastig sind und keinen ↵Weißraum haben. Sie ermüden das Auge und laden nicht zum Lesen des Texts ein, weil die Seite(n) nicht gegliedert oder durch andere Elemente aufgelockert werden. Meistens wendet sich der Leser ab und liest den Text nicht.
Regel:
Bleiwüsten vermeiden

Blindtext
Text, der sinnfrei ist, jedoch bei Entwürfen von Printmedien als Platzhalter für die späteren redaktionellen Texte verwendet wird und somit schon einen Eindruck der ersten Gestaltungen zeigt. Auf diese Weise kann man auch einem Kunden einen weitestgehend einheitlichen Entwurf für ein Printmedium vorlegen.
Regel:
Mit Blindtext die Wirkung der ersten Entwürfe prüfen

Blitzer
Weiße Ränder an Dokumentenseiten, wenn kein ↵Beschnitt zugegeben wurde. Oder weiße Stellen im Printprodukt, wenn der Drucker nicht passgenau gearbeitet hat und die vier ↵Prozessfarbe minimal versetzt gedruckt wurden. Oder weiße Stellen, wenn beim Arbeiten mit ↵Beschneidungspfaden nicht sorgfältig beschnitten wurde.

Blocksatz
Ausrichtung eines Textes links und rechts an einer gedachten senkrechten Linie, die Zeilen werden also auf einen rechteckigen „Block“ ausgetrieben. Der erzwungene Blocksatz treibt auch die normalerweise ↵linksbündig stehende letzte Zeile eines Absatzes im Blocksatz zusätzlich aus.

BMP
Ein von der Firma Microsoft® für das Betriebssystem Windows® eingeführtes, einfaches ↵Bildformat, das aber keine ↵Alphakanäle, Farbkorrektur oder ↵Metadaten unterstützt.

Broschüre
Kleineres, mehrseitiges Printmedium.

Brotschrift
Historische Bezeichnung für die Schrift in Publikationen, die für den Fließtext verwendet wird. Die Setzer verdienten damit im ↵Bleisatz in früheren Jahrhunderten „ihr Brot“.

Bug
Ein Ausdruck aus dem IT-Bereich, der einen Programm- oder Softwarefehler bezeichnet (engl. = Käfer).

Bundsteg
Rand eines Dokuments außerhalb des ↵Satzspiegels, der nach innen zum Heftrand/Bund weist.

coated
Durch einen pastösen Aufstrich geglättetes – geschlossenes – Papier. Der Aufstrich aus Stärke, Mineralstreichpigmenten und Kunstharzstreichpigmenten kann bis 20 g/m² beidseitig betragen. Der Strich erzeugt ein hochwertigeres Papier als nicht gestrichene Papiere und u.a. eine Stabilität des Papiers beim Druck mit feuchter Farbe. Der Aufstrich ist in matt, seidenmatt und glänzend möglich.

CMYK
Abkürzung für Cyan, Magenta, Yellow, BlacK. Nach einer anderen Erklärung steht das „K“ bei „Schwarz“ für den Begriff „Key“, also die Schlüsselfarbe im Offsetdruck, die eine gewissen Tiefe im gedruckten Printmedium und somit in den Bildern und Grafiken hervorruft. Für den ↵Offsetdruck von Printmedien werden im entsprechenden Computerprogramm alle vorhandenen Farben in diese vier ↵Prozessfarben zerlegt und dann im Offsetdruck gedruckt.

CIE
Die Commission Internationale de l’Éclairage oder Internationale Beleuchtungskommission ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation. Sie hat das Ziel, internationale Kooperation und Informationsaustausch für die Wissenschaft und Kunst der Beleuchtung zu ermöglichen. CIE hat den Farbraum ↵Lab definiert und beschrieben, der heutzutage die Grundlage aller verwendete Farbräume ist: ↵CMYK für den Druckbereich, ↵RGB für den Monitorbereich usw.

Color Management System (CMS)
Ein Color Management System ist die einheitliche Einrichtung der Farben in einem ↵Workflow von Eingabegeräten wie ↵Scanner oder ↵Digitalkamera über die Bearbeitung am ↵Monitor bis zu Ausgabegeräten wie Digital- oder Offsetdruckmaschinen. Ziel ist es, die Charakteristika der einzelnen Geräte und deren ↵Farbräume aufeinander abzustimmen, um einen Farb- und Qualitätsverlust bei der Transformierung von einem bestimmten Gerät und dessen Farbraum auf ein anderes Gerät und dessen Farbraum so gering wie möglich zu halten und keine Farbverfälschungen zu erhalten. Aus diesem Grund werden die einzelnen Geräte ↵kalibriert und ihnen gerätespezifische ↵Farbprofile zugewiesen, die hardwaretechnische Abweichungen zu ihrem jeweiligen Farbraum berücksichtigen. Dazu wird bei Ausgabeprofilen für Offsetdruckmaschinen sogar die verwendete Papiersorte berücksichtigt, für die ein spezifisches Ausgabeprofil erstellt wird. Die Konvertierung findet statt auf dem Weg Eingangsprofil ➛ neutraler Lab-Raum ➛ Ausgangsprofil.
Regel:
Bilder haben ein Herkunftsprofil, werden verarbeitet und bekommen dann ein Druckprofil

Compact Disc
CD. Digitaler Speicher für große Datenmengen auf einem speziellen optischen Speichermedium.

Composite
Zusammengesetzte Ausgabe im Gegensatz zu einer in die vier ↵Prozessfarben separierten Ausgabe.

Copy&Paste
„Kopieren und Einfügen“. Standardanwendung, wenn ein Text, ein Bild oder eine Grafik aus einer Softwareanwendung herauskopiert und an anderer Stelle eingefügt werden soll. Sehr einfach anzuwenden über die Tastenkürzel (Apple® Mac OS®) Apfel+C (Kopieren) und Apfel+V (Einfügen) (Microsoft® Windows®: Strg+C und Strg+V). Das Tastenkürzel (Mac OS) Apfel+X (Windows: Strg+X) schneidet Text bzw. ein Objekt heraus. Diese drei Tastenkürzel sind mittlerweile auf jedem Betriebssystem und in jeder Software vereinheitlicht. Beim Einfügen von Text, Bildern oder Grafiken in eine Layoutanwendung sollte dieser Weg jedoch nicht unbedingt verwendet werden. Beim Platzieren oder Importieren von Elementen werden dagegen zumeist besondere Filter angewendet, die eine bessere Bearbeitung oder Verwendbarkeit ermöglichen.

Corporate Design
CD. Teilbereich der ↵Corporate Identity. Das Corporate Design beinhaltet das gesamte Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Organisation in der Öffentlichkeit und gegenüber seinen Kunden. Es gehören sowohl die Gestaltung der Kommunikationsmittel als auch das Produktdesign oder die Architektur dazu. Mittlerweile kommen bei vielen Firmen auch die Bereiche Audio und Video hinzu. Das CD will bei jedem Kontakt einen hohen Wiedererkennungswert erreichen. Aus diesem Grund werden ein Firmenlogo und manchmal auch eine eigene Hausschrift, die nur für das Unternehmen gestaltet wurde oder für die das Unternehmen die alleinigen Nutzungsrechte hat, gezielt eingesetzt. Das CD wird von der eigenen Grafikabteilung oder einer Werbeagentur erstellt und in einem Handbuch entsprechenden externen Dienstleistern, die für das Unternehmen arbeiten, zur Verfügung gestellt.

Corporate Identity
CI. Unternehmensidentität. Der abgestimmte Einsatz von Verhalten, Kommunikation und Erscheinungsbild gemäß dem Unternehmensleitbild nach innen und außen. Sie ist die „Persönlichkeit“ einer Organisation, die als einheitlicher Akteur handelt und auf diese Weise wahrgenommen werden soll.

Cropbox
Auch Maskenrahmen genannt. Sie bezeichnet in einer PDF-Datei den Bereich einer Seite, der auf dem Bildschirm oder Drucker ausgegeben werden soll.

CtP
Computer-to-Plate. Verfahren, bei dem ohne eine Belichtung von elektronischen Daten auf einen Film direkt auf eine ↵Druckplatte belichtet wird. CtP löst in zunehmendem Maße die Filmbelichtung ab.
Regel:
Filmbelichtung wird meistens nicht mehr angewandt

DCS
Desktop Color Separation – ,,Farbseparation am Arbeitsplatz‘‘ – ist als Erweiterung des EPS-Formats ein veraltetes Dateiformat zum Speichern von Farbbildern. Ein DCS-Format kann nur aus CMYKBildern erstellt werden. Die Prozessauszüge ↵CMYK und eventuelle ↵Volltonfarben werden beim Speichern getrennt gesichert – der ↵Farbauszug wird als Dateianhängsel an den Dateinamen gehängt (Name.C, Name.M, usw.). Dabei wird eine Musterdatei mitgespeichert, die für den Composite-Druck verwendet wird.

Deckkraft
Durchlässigkeit eines Farbauftrags.

Diakritische Zeichen
Diakritische Zeichen sind kleine Zeichen wie Punkte, Striche, Häkchen oder kleine Kreise, die zu einem Buchstaben gehören. Sie markieren eine besondere Aussprache oder Betonung. Die Zeichen werden unter oder über dem Buchstaben angebracht – in einigen Fällen auch durch den Buchstaben hindurch.

Diagramm
Eine grafische Darstellung von Daten, Sachverhalten oder Informationen.

Dickte
Die Breite eines Buchstabens.

Digital Versatile Disc
DVD. Ein digitales Speichermedium, das über eine deutlich höhere Speicherkapazität als eine CD verfügt, aber auch zu den optischen Datenspeichern zählt.

Digitaldruck
Druckverfahren, bei dem das Druckbild ohne eine statische Druckform wie beim ↵Offsetdruck direkt von einem Computer in eine Druckmaschine übertragen wird. Das Verfahren ist ähnlich dem elektrofotografischen Drucksystem eines ↵Laserdruckers mit einer hohen Auflagenzahl. ↵Tintenstrahldrucker werden dagegen für großformatige Plakate und Poster verwendet. Digitaldruck bietet auch die Möglichkeit der Personalizierung für z.B. Werbemittel mit einer Auflage von einem Exemplar, in denen der Empfänger persönlich angesprochen wird.

Digitalkamera
Moderne elektronische Kamera, die als Aufnahmemedium anstatt eines Films einen elektronischen Bildsensor (lichtempfindlicher Prozessorchip) und ein digitales Speichermedium enthält, auf dem die digitalen Bilder gespeichert werden. Die Digitalkamera hat den Vorteil, dass sie ohne Filmmaterial und -entwicklung auskommt und die gespeicherten Daten direkt auf einen Computer übertragen werden können. Dort können die Bilder bearbeitet, weiterverwendet oder ausgedruckt werden.

DIN lang
Die Bezeichnung für eine Standardgröße für Werbemittel und Briefumschläge gemäß der Deutschen Industrie-Norm. Ein Werbemittel hat die Maße 210 mm x 105 mm. Der DIN-lang-Umschlag ist dagegen 220 mm breit und 110 mm hoch.

dpi
Dots per Inch. Punkte pro Inch. Eine Angabe über die Auflösungsfeinheit. Sie gibt die Anzahl von Druckpunkten pro Inch an. Ein Inch hat 2,54 cm.

Drag&Drop
„Ziehen und fallen lassen“. Auf diese Weise können mit der Maus Dateien vom Desktop oder einem Ordner in eine E-Mail oder in Programme eingefügt werden.

Druckerei
Firma, die Druckprodukte mithilfe von Druckbildspeichern (Druckform, digitale Daten usw.) auf Bedruckstoffen verschiedener Art herstellt: Papier, Karton, Folien, Blech u.a.

Druckmarken
Alle für den Druck und die Weiterverarbeitung eines Dokuments benötigten Kennzeichnungen, die außerhalb der Dokumentenseite stehen, wie ↵Passmarken, ↵Beschnittmarken, ↵Schneidemarken, ↵Farbauszugsname usw.

Druckplatte
Druckbildspeicher für Text- und/oder Bildinformationen aller Art für verschiedene Druckverfahren.

Druckvorstufe
Alle dem eigentlichen Druck in einer Druckerei vorgelagerten Arbeitsbereiche. Die Mitarbeiter in der Druckvorstufe prüfen, korrigieren gegebenenfalls und bereiten die digitalen Druckvorlagen auf und erzeugen die ↵Druckplatten, die dann an den Drucker weitergehen.

DTP
Desktop Publishing – „Publizieren vom Schreibtisch aus“. Das Gestalten und Setzen hochwertiger Publikationen, die aus Texten und Bildern bestehen, mithilfe eines Computers an einem Arbeitsplatz. Dazu werden ein Computer, Software für die Layouterstellung und ein Drucker zur Ausgabe benötigt.

Duplex
Bild, das aus zwei einzelnen (Vollton-)Farben besteht.

Ebene
In verschiedenen Layout-, Bildbearbeitungs- oder Illustrationsprogrammen lassen sich Inhalte auf unterschiedlichen Ebenen, also „Schichten“, anlegen. Die eine enthält z.B. ein Hintergrundbild, eine andere den redaktionellen Text, eine weitere alle Bilder und eine alle Grafiken und Illustrationen.

Ebenenmaske
Wenn man ein Bild in einer Bildbearbeitungssoftware auf mehreren ↵Ebenen anlegt – z.B. ein Foto auf einer Ebene, Objekte auf einer zweiten Ebene und auf der dritten Ebene der Text –, kann man für einzelne Ebenen Ebenenmasken definieren. Diese ermöglichen u.a. das Freistellen einzelner Bildelemente und das Ausblenden des jeweiligen Hintergrunds. Das eigentliche Bild – der Ebeneninhalt – bleibt bei der Maskierung unangetastet.

ECI
Die European Color Initiative ist eine Expertengruppe, die sich mit der medienneutralen Verarbeitung von Farbdaten in digitalen Publikationssystemen beschäftigt. Sie wurde im Juni 1996 auf Initiative verschiedener Verlage in Hamburg gegründet.

Editorial
Einleitender, regelmäßig erscheinender Begrüßungsartikel des Chefredakteurs in einer Zeitschrift oder Zeitung. Ein Mittel zur Leserbindung.

Editorial Design
Das Gestalten von Mehrseitern wie Broschüren, Magazinen, Geschäftsberichten, Katalogen, Büchern, Zeitungen und Zeitschriften.

Ellipse
Im Mathematischen eine geschlossene ebene Kurve mit bestimmten Eigenschaften. In der Typografie der Fachbegriff für die ↵Auslassungspunkte.

Entwurf
↵Scribble. Nach der Konzeptionsphase freihändig gezeichnete Vorlagen für das später zu gestaltende Printmedium. Meistens werden gleich mehrere verschiedene Entwürfe angefertigt, aus denen man dann einen auswählt.

EPS
Encapsulated Postscript File. Eine Grafikdatei in der Seitenbeschreibungssprache ↵Postscript, die in Dokumente eingebunden werden kann und daher besondere Anforderungen erfüllt. Sie beschreibt immer nur eine Seite. Eine EPS-Datei kann Objekt-, Rastergrafik- oder Separationsdaten und auch Schriften enthalten. Sie enthält optional eine Voransicht in geringer Auflösung, die in der Bildschirmansicht als Platzhalter dienen kann. Dieses Format ist mittlerweile veraltet. Bevorzugt werden nun ↵PDF-Dateien oder native ↵AI-oder ↵PSD-Dateien.
Regel:
Keine EPS-Dateien mehr verwenden

Eye-Catcher
Blickfänger. Eye-Catcher werden in der Werbung eingesetzt, um z.B. mit einem erotischen Bild oder einem ungewöhnlichen Foto die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Titelseite einer Zeitschrift zu ziehen und ihn zum Kaufen zu bewegen. Ein in der Werbung und bei Zeitschriften-Verlagen gern eingesetztes, verkaufsförderndes Mittel ist das Prinzip: „Sex sells“ – Sex verkauft sich. Aus diesem Grund gibt es fast keine Zeitschrift der Regenbogenpresse, deren Titelseite nicht von einem spärlich bekleideten, jungen, hübschen Model geziert wird. Natürlich ist dieses Prinzip nicht auf alle anderen Printmedien übertragbar. Zur Erregung der Aufmerksamkeit dienen auch ungewöhnlich gestaltete Bilder, die unsere Erwartungen enttäuschen. Auch die Größe, Bewegung, Intensität, Position, Mehrdeutigkeit und Neuartigkeit eines Bildes sind Mechanismen der Aufmerksamkeitslenkung. Anzeigen erregen durch Eye-Catcher ebenfalls erhöhte Aufmerksamkeit.

Falzen
Das in der Weiterverarbeitung in einer Druckerei durchgeführte Falten eines Printprodukts.

Falzkante
Kante, an der gefaltet wird.

Farbauszug
Vor dem Druck einer digitalen Datei durch ↵Separation erstellte einzelne Druckfarben, die für den ↵Offsetdruck verwendet werden können. Der Farbauszugsname ist auch auf dem jeweiligen Film bzw. der jeweiligen Druckplatte vermerkt.

Farbkanäle
Farbkanäle bieten Informationen über die im Bild enthaltenen Farbkomponenten. Die Anzahl der Farbkanäle ist abhängig vom Bildmodus – pro Farbauszug gibt es einen Kanal. CMYK-Farbbilder haben vier Farbkanäle, RGB-Farbbilder nur drei. Werden noch Volltonfarben im Bild verwendet, kommen weitere Farbkanäle hinzu.

Farbmanagement
Anderer Begriff für ↵Color Management System.

Farbmodell
Ein Farbmodell ist die Umsetzung eines mathematischen ↵Farbraums in Beziehung zur Realität. Ein Farbmodell beschreibt den Farbraum, der von einem Eingabegerät – Sehsinn, Fotoapparat oder Scanner – oder einem Ausgabegerät – Bildschirm, Fotografie oder Drucker – unter spezifischen Bedingungen erkannt respektive dargestellt werden kann. Geräte haben unterschiedliche Farbräume, in denen sie registrieren oder darstellen. Dies ist u.a. durch Konstruktionsunterschiede bedingt.

farbmetrisch
Messung des visuellen Eindrucks einer Farbe aufgrund mathematischer Formeln und deren Angabe in Farbmaßzahlen.

Farbmodus
Man kann Bilder in unterschiedliche Farb-„Arten” umwandeln. Bei den Farbmodi unterscheidet man ↵Strichzeichnung, ↵Graustufen ↵Duplex, ↵Indizierte Farben, ↵RGB, ↵CMYK und ↵Lab. Je nach Farbmodus erhält man eine unterschiedliche ↵Farbtiefe.

Farbprofil
Im ↵Farbmanagement die „Übersetzung“ der Farbdaten eines Gerätes in einen anderen gerätespezifischen ↵Farbraum. Farbprofile werden bei der Rezeption und beim Speichern von Bildern an die Bilddatei angehängt, damit das Bild entsprechend ausgegeben werden kann. In einer Bildbearbeitungssoftware ist es auch möglich, ein Bild mithilfe des Farbprofils direkt in den entsprechenden ↵Farbraum zu konvertieren, so dass das Farbprofil nicht mehr notwendig ist und angehängt werden muss.

Farbraum
Ein Farbraum ist eine mathematische Konstruktion und ein Messraum für die einheitliche visuelle Wahrnehmung „Farbe“. In diesem ist die Menge der jeweils betrachteten oder darstellbaren Farben enthalten.

Farbschwankung
Farbunterschiede beim Druck, die konstruktionsbedingt sind oder gelegentlich auftreten. Beim ↵Offsetdruck garantiert ein vorher gedruckter ↵Proof eine weitestgehende Farbstabilität, da der Proof als Referenz für den Druck gilt. Die höchste Farbgenauigkeit ergibt sich beim Druck mit ↵Volltonfarben, da diese standardisiert sind. Sie geben auch bei einem Druck nach mehreren Jahren auf den gleichen Bedruckstoffen noch die gleiche Farbe wieder.

Farbtiefe
Anzahl möglicher Bunttöne von Raster- und Vektorgrafiken in unterschiedlicher Sättigung und Helligkeit, die mit einem Scanner erfasst oder von einem Farbmonitor wiedergegeben werden können. Die Farbtiefe wird in bit gemessen. Bei einem Farbbild mit einer Farbtiefe von 8 bit sind 256 Abstufungen in der Helligkeit möglich. Ein Bild enthält sowohl die Angabe der maximal möglichen Helligkeitsabstufungen als auch die korrekte Farb- und Helligkeitsinformation.

Farbverbindlich
Standardisierter und nach einer ISO-Norm verbindlicher Farbproof, der für den folgenden ↵Offsetdruck Referenz und Maßgabe für den Drucker ist.

Farbverlauf
Ein kontinuierlicher Verlauf in einem Objekt oder Text vom ↵Tonwert einer Farbe zu einem Tonwert der gleichen Farbe oder von einer Farbe in eine andere Farbe. Verläufe können in Grafikprogrammen auch über mehrere Farben angelegt werden. Es sind auch Verläufe mit ↵Transparenzen möglich.

Fett
↵Schriftschnitt, der im Vergleich zum einem normalen Schnitt eine starke Verdickung der ↵Strichstärke der Buchstaben und Ziffern hat und somit zur Hervorhebung einzelner Textteile in einem Text dienen kann. Ein anderer Begriff ist „bold“.

Film
Bezeichnung für Fotomaterial auf flexibler, transparenter Kunststofffolie als Schichtträger. Filme wurden bei der Belichtung für den ↵Offsetdruck eingesetzt, sind jedoch mittlerweile veraltet, da zunehmend direkt auf Druckplatten belichtet wird. Sie enthalten jeweils gespiegelt die digitalen Daten für die vier ↵Prozessfarben oder auch ↵Volltonfarben, die ein ↵RIP auf den Film belichtet.

Flachbettscanner
Scanner, bei dem die Text- oder Bilddaten als Vorlage eben aufgelegt und plan erfasst und digitalisiert werden.

Flachdruckverfahren
↵Offsetdruck. Er ist die Weiterentwicklung des ↵Steindrucks. Beim Flachdruck liegen druckende und nichtdruckende Partien in einer Ebene. Druckende Partien sind fettfreundlich, die nichtdruckenden Stellen sind fettabweisend, werden mit einem Wasserfilm befeuchtet und stoßen daher die fettreiche Druckfarbe ab.

Flattersatz
Satzform eines Absatzes, bei der die Zeilen ungleichmäßig auslaufen. Beim ↵linksbündigen Flattersatz stehen die Wörter links bündig auf einer gedachten, senkrechten Linie, rechts werden die Wörter nicht auf Zeilenbreite ausgetrieben, sondern sie „flattern“. Beim ↵rechtsbündigen Flattersatz ist es genau umgekehrt.

Fleisch
Im ↵Bleisatz die Freifläche um einen ↵Letter auf einem ↵Bleikegel herum, mit der die Leerräume und Abstände zu den neben- sowie darüber- und darunterstehenden Zeichen erzeugt wird.

Fließtext
↵ Mengentext. Text, der in hoher Zeichenanzahl vorkommt, in Publikationen den Inhalt von Artikeln oder Kapiteln darstellt und den Headlines und Subheadlines gegenübersteht.
Regel:
Fließtext braucht Serifen

Flyer
Ungefalztes, ein- oder beidseitig gedrucktes Dokument in unterschiedlichen Formaten, das als Werbemittel verwendet wird.

Folder
In mehrere Seiten gefalztes, beidseitig gedrucktes Dokument in unterschiedlichen Formaten, das größere Mengen an Text und Bildern enthalten kann und für Werbezwecke Verwendung findet.

FOGRA
Forschungsgesellschaft Druck e.V. Die Fogra verfolgt den Zweck, die Drucktechnik in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Anwendung zu fördern und die Ergebnisse für die Druckindustrie nutzbar zu machen.

Frakturschrift
Gebrochene Schrift. Sie wird fälschlicherweise als gotische Schrift bezeichnet. Charakteristisch sind die langen, geschwungenen Ansatzstriche bei den Großbuchstaben und die gebrochenen Rundungen. Sie findet heute nur noch für „historische“ Titelzeilen, bei Urkunden und Jubiläen oder Stadtfesten Verwendung – und leider auch in der rechtsextremen Szene.

Freisteller
Eine Methode, mit der in einem Bild eine Person, ein Objekt oder ein Gegenstand mittels eines ↵Beschneidungspfads, einer ↵Ebenenmaske, eines ↵Alphakanals oder anderer technischer Mittel vor dem Hintergrund freigestellt und dieser somit ausgeblendet wird. Freisteller finden häufig Verwendung bei Titelseiten von Zeitschriften, wenn der Kopf einer Person freigestellt über dem Zeitschriftentitel steht.

Fußsteg
Rand eines Printmediums außerhalb des ↵Satzspiegels am unteren Ende des Dokuments. Er beinhaltet meistens die ↵Pagina.

Fußzeile
Textrahmen im ↵Fußsteg, der meistens die ↵Pagina enthält.

Gedankenstrich
Typografisches Sonderzeichen, das dem ↵Halbgeviertstrich entspricht und kein ↵Bindestrich ist – er ist länger als der Bindestrich. Gedankenstriche werden für eine gedankliche Pause innerhalb eines Satzes verwendet. Und als Minuszeichen, Bis-Strich, Streckenstrich, Spiegelstrich, Auslassungsstrich oder Ersatz für Klammerzeichen.
Regel:
Wo erforderlich, korrekten Gedankenstrich verwenden

Gestaltung
Ein kreativer Schaffensprozess durch die bewusste, verändernde Einflussnahme auf die ästhetische Erscheinung von Dingen oder Zusammenhängen.

Geviert
Begriff aus dem ↵Bleisatz. Eine quadratische, nicht druckende Fläche, deren Breite gleich der Höhe des Bleikegels ist. Es definiert in der Senkrechten den Mindestzeilenabstand einer Schrift. In der Waagrechten ist es die Grundlage für den Abstand zwischen den Schriftzeichen und die Länge des Geviertstrichs. Der Geviertstric findet in der englischsprachigen Literatur als ↵Gedankenstrich Verwendung und wird — ( ➛ Geviertstrich) da es keine einheitliche Regelung im amerikanischen und angelsächsichen Raum gibt – dort entweder ohne oder mit Abständen zu den umgebenden Wörtern verwendet. Hierbei gilt: Nur eine der Methoden konsequent durch das Printmedium hindurch anwenden.

GIF
Graphics Interchange Format. Es ist ein ↵Bildformat mit guter verlustfreier ↵Komprimierung für Bilder mit geringer ↵Farbtiefe. Es können in einer GIF-Datei auch mehrere Einzelbilder abgespeichert werden, die im Internet als Animation ablaufen.

Glossar
Übersicht über alle wichtigen (Fach-)Begriffe in einem Buch, die meistens am Ende des Buches angefügt wird.

Glyphe
Ein Begriff aus der ↵Typografie. Eine Glyphe ist die grafische Darstellung eines Schriftzeichens – zum Beispiel eines Buchstabens, eines Silbenzeichens, einer ↵Ligatur oder eines Buchstabenteils. Das Zeichen ist die abstrakte Idee eines Buchstabens, die Glyphe deren konkrete grafische Darstellung. Texte bestehen somit zunächst aus abstrakten Zeichen, deren Erscheinungsform als Glyphen von der jeweils gewählten Schriftart abhängen.

Goldener Schnitt
Regel für einen harmonischen optischen Aufbau: Das kürzere Stück einer Strecke (Seiten-/Satzspiegelbreite) verhält sich zum längeren Stück (Seiten-/Satzspiegelhöhe) wie das längere Stück (Seiten-/Satzspiegelhöhe) zur Gesamtlänge (Breite und Höhe zusammengerechnet). Er wird sowohl für die Gestaltung von Seiten als auch für den Ausschnitt von Fotografien verwendet.

Graustufenbild
Ein Pixelbild, das nur aus den ↵Tonwerten 0 %–100 % Schwarz besteht. Im ↵Offsetdruck sind davon die Bereiche von etwa 3 % bis 97 % erreichbar – darunter ist das Erscheinen der Druckpunkte nicht zur garantieren und darüber wird die Fläche komplett als Vollton Schwarz „zulaufen“.

Graustufenwert
Prozentangabe für einen grauen Farbton. Weiß hat einen Graustufenwert von 0 %, Schwarz dagegen von 100 %.

Griffecke
In der Verlagsbranche üblicher Begriff für die rechte obere Ecke der Titelseite einer Zeitung oder Zeitschrift – direkt neben dem Titel –, der bei vorhandenem Platz gern ausgesuchten und langjährigen Anzeigenkunden für eine kleine Anzeige frei gehalten wird. Dieser Anzeigenplatz erregt beim Lesen des Printprodukts die meiste Aufmerksamkeit.

Groteskschrift
Schriften, die keine ↵Serifen besitzen. Sie wurden erstmals im 19. Jahrhundert entwickelt. Die Bezeichnung soll daher kommen, dass diese Schriften bei ihrer erstmaligen Verwendung in der Öffentlichkeit vielen Lesern „grotesk“ vorkamen, da sie keine gewohnten Serifen hatten.
Regel:
Technischer Text verträgt eine Groteskschrift

Grundlinie
Schriftlinie. Eine Linie, auf der eine Schrift in unterschiedlichen Größen steht.

Grundlinienraster
Raster für ↵Fließtext, an dem die ↵Grundlinie des Fließtexts sich ausrichtet und einrastet. Dies gewährleistet die ↵Registerhaltigkeit des Fließtexts auf beiden Seiten eines beidseitig bedruckten Printmediums.

Grundlinienversatz
Ein Verschieben von Text unter oder über die vorhandene ↵Grundlinie. Diese typografische Änderung kann bei bestimmten Anforderungen für eine gute Gestaltung notwendig sein.

Guillemets
Französische An- und Abführungszeichen. Die korrekten französischen Zeichen, die nach «außen» weisen, dürfen im Deutschen nicht verwendet werden. Dagegen sind die nach »innen« zeigenden Guillemets in Deutschland typografisch zulässig. Im Gegensatz zu den normalen ↵An-/Abführungszeichen erzeugen Guillemets gerade bei großen Schriftgraden keine optischen „Löcher“ zu den Schriftzeichen.
Regel:
Französische »An-/Abführungszeichen« sind anstelle von deutschen „An-/Abführungszeichen“ erlaubt

Gutenberg
Erfinder des maschinenbetriebenen Buchdrucks mit beweglichen metallenen Lettern (Drucktypen) Mitte des 15. Jahrhunderts in Mainz.

Haarlinie
Linie, deren Stärke nur ein ↵Pixel des Ausgabemediums stark ist. Haarlinien sollen in Printmedien vermieden werden, da sie im Druck meistens „wegbrechen“ und nicht mehr zu sehen sind.
Regel:
Keine Haarlinien verwenden, sondern nur bemaßte Linien ab mind. 0,1 Punkt Stärke aufwärts

Halbe An- und Abführungzeichen
Sie dienen u.a. zur Hervorhebung eines Zitats innerhalb eines Zitats und werden durch die unten stehende einzelne ‚9‘ und die oben stehenden einzelne ‚6‘ dargestellt.

Halbe Guillemets
Sie dienen bei der Verwendung von Guillemets u.a. zur Hervorhebung eines Zitats in einem Zitat. Sie bestehen im Gegensatz zu den Guillemets nur aus je einem halben, öffnenden und einem halben, schließenden ›Pfeil‹ nach innen weisend.

Halbgeviert
Die halbe Länge eines ↵Geviert. Der Halbgeviertstrich wird im Deutschen als ↵Gedankenstrich verwendet.

Handout
↵Flyer – meistens in einem kleineren Format – mit Veranstaltungshinweisen, der z.B. auf dem Campus einer Universität oder von Firmen zur Kundengewinnung in der Fußgängerzone an Interessierte verteilt wird.

Headline
Überschrift.
Regel:
Headlines benötigen in redaktionellen Printmedien Subheadlines

Hurenkind
Typografischer Fachbegriff, der in einer Textspalte den letzten Satz eines Absatzes beschreibt, der als einzelner Satz in die neue Textspalte umbricht und allein an deren Anfang steht. Hurenkinder sind typografisch ungern gesehen und sollen vermieden werden.
Regel:
Hurenkinder sind generell verboten

ICC
International Color Consortium. Organisation, die 1993 zur Vereinheitlichung der Farbmanagementsysteme für alle Betriebssysteme und Softwarepakete gegründet wurde.

Impressum
Druckvermerk. Rechtlich vorgeschriebener Vermerk in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften, z.B. über den publizierenden Verlag, den im Sinne des deutschen Presserechts Verantwortlichen, die Druckerei oder das Copyright für Texte und Bilder.
Regel:
Ein Impressum ist bei manchen Mehrseitern laut Presserecht zwingend vorgeschrieben

Index
Alphabetische Auflistung aller wesentlichen Fachbegriffe in einem Buch, die mit der jeweiligen Seitenzahl, auf der der Begriff im Buch erscheint, genannt werden. Er wird meistens am Ende des Buchs angefügt.

Indizierte Farben
Eine Methode zur Speicherung eines ↵Pixelbilds. Die Datenstruktur jedes ↵Pixels enthält nicht die einzelnen ↵Farbwerte, sondern nur einen Index auf einen Eintrag einer Farbtabelle, die die im Bild verwendeten Farben auflistet und mit der Bilddatei abgespeichert wird. Ein Pixel speichert somit den Tabelleneintrag, der diesen Farbwert enthält. Bilder mit indizierten Farben finden aufgrund ihrer wenigen unterschiedlichen Farben und der daher geringen Datenmenge vor allem im Internet bei z.B. ↵GIF-Dateiformaten Verwendung.

Infografik
Bezeichnung für ↵Diagramme, die vor allem in der Meinungsforschung verwendet werden.

Initiale
Hervorgehobener erster Buchstabe eines Absatzes, dessen Schriftgröße diejenige des ↵Fließtexts überragt. Sie kann mehrere Zeilen groß sein.

Innensteg
↵Bundsteg. Der Rand eines Printmediums, der nach innen zum Bund zeigt, wo das Medium zusammengefasst oder gebunden ist.

ISO
Die Internationale Organisation für Normung ist die internationale Vereinigung von Normungsorganisationen und erarbeitet internationale Normen.

IT
Informationstechnologie. Informations- und Datenverarbeitung sowie die dafür benötigte Hard- und Software.

JPG
Ein Bildformat, das von der Joint Photographic Experts Group zur Speicherung von Bildern entwickelt wurde, die nach einer JPEGNorm komprimiert werden. Die ↵Komprimierung ist allerdings verlustbehaftet. JPG ist das im Internet am weitesten verbreitete Bildformat für Fotos.

Kalibrierung
Die Einstellung von Geräten auf Standardwerte, um zuverlässige und gleichbleibende Farbergebnisse zu erzielen. Eine Kalibrierung wird normalerweise bei Eingabegeräten wie Scannern als auch bei Ausgabegeräten wie Monitoren und Druckern vorgenommen. Sie ist nur mit einem hohen finanziellen und technischen Aufwand durchführbar.
Regel:
Kalibrierungen werden von speziellen Dienstleistern durchgeführt

Kapitälchen
↵Schriftschnitt, bei dem alle Buchstaben in ↵Versalien dargestellt werden, jedoch die ↵Minuskeln im Vergleich zu der einleitenden Versalie eines Substantivs nur in 60–70 % der Höhe dieser Versalie. Automatische, vom Computer erzeugte Kapitälchen ergeben kein schönes Schriftbild. Denn bei echten Kapitälchen-Schriftenschnitten wird die geringere Strichstärke der Minuskeln ausgeglichen.
Regel:
Schriftschnitte mit echten Kapitälchen verwenden

Kolumnentitel
Vermerke zur jeweiligen Seite einer Zeitung, einer Zeitschrift oder eines Buches. „Tote” Kolumnentitel bestehen nur aus Seitenzahlenin der ↵Kopf- oder in der ↵Fußzeile. „Lebende” Kolumnentitel enhalten im ↵Kopfsteg Angaben über Buchtitel, Kapitel oder Inhalt. Auf linken Seiten steht meist der Buchtitel und auf rechten Seiten das jeweilige Kapitel. Oder links das Kapitel und rechts Informationen zu Unterkapiteln.
Regel:
Kolumnentitel sind für den Leser wichtig zur Orientierung

Komprimierung
Unterschiedliche Verfahren, die Datenmenge von Dateien bei weitestgehendem Beibehalten der Informationen in der Datei in der Speichergröße zu verringern. Es gibt weitestgehend verlustfreie Komprimierungen und verlustbehaftete.

Kontextsensitives Menü
Ein Pulldown-Menü, das bei einem markierten Objekt, einem Text oder einer Tabelle mit (Mac OS) Ctrl bzw. Ctrl+Umschalt und Mausklick (Windows: rechte Maustaste) aufgerufen werden kann. Es beinhaltet zusammengefasst alle Menüfunktionen, die speziell für die jeweilige Markierung möglich sind.

Kontur
Die Außenlinie einer Grafik oder Schrift, die auch modifiziert werden kann.

Konvertierung
Umwandlung eines Mediums in ein anderes Medium, z.B. die Umwandlung eines Dateiformats in ein anderes, damit es von einem anderen Softwareprogramm gelesen werden kann.

Konzept
Es steht am Anfang der Gestaltung eines Printmediums und beinhaltet den theoretischen Hintergrund des gesamten Gestaltungsablaufs. Es baut auf verschiedenen Inhalten auf, wie z.B. Zweck und Zielsetzung des Printmediums, anzusprechende Zielgruppe, vorhandene technische Geräte und Software, personelle Mittel, zeitliche Ressourcen, finanzielles Budget, Vertriebswege.

Kopfsteg
Rand am oberen Teil eines Printprodukts außerhalb des Satzspiegels. Er enthält meistens den ↵Kolumnentitel.

Kopfzeile
Textrahmen im ↵Kopfsteg, der meistens den ↵Kolumnentitel enthält.

Kursiv
Schriftschnitt, bei der die Zeichen und Ziffern einer Schrift schräg dargestellt werden. Echte Kursiv-Schriftschnitte haben deutlich unterschiedlich gestaltete ↵Glyphen im Gegensatz zu nur automatisch vom Computer schräggestellten Zeichen. Eine andere Bezeichnung dafür ist „italic“.

Lab
Der Lab-Farbraum wurde von der Commission International de l’Eclairage = Internationale Beleuchtungskommission entwickelt und heißt offiziell CIE-L*a*b*-Farbraum. Er ist ein Messraum, in dem alle wahrnehmbaren Farben enthalten sind. Eine der wichtigsten Eigenschaften des L*a*b*-Farbraums ist seine Geräteunabhängigkeit. Der Mensch sieht Farben nicht in Rot-, Grün- und Blauanteilen und auch nicht in Cyan-, Magenta- und Gelb-Anteilen. Sondern nach Helligkeit (L = Luminanz), Sättigung (C = Chroma) und Farbton (= Hue). Der Lab-Farbraum kann in einem kugelförmigen Modell dargestellt werden, dessen drei Achsen die L-, C- und H-Werte enthalten. Da Sättigung und Farbton mit den Koordinaten a respektive b angegeben werden, erhält der Farbraum somit die Bezeichnung Lab.

Laserdrucker
Farb- oder S/W-Drucker mit Lasertechnologie. Das zu druckende digitale Dokument wird mittels eines Lasers auf eine magnetisierte Trommel aufgetragen. Diese bindet Farbpartikel – den Toner – an den durch den Laser markierten Stellen und überträgt diesen auf das durchlaufende Papier. Danach wird der Toner durch eine Fixiereinheit mittels Hitze auf dem Papier fest eingebrannt.

Laufweite
Abstand zwischen den Zeichen einer Schrift.

Layout
Die künstlerisch und optisch ansprechende Anordnung von Text und Bildern in einem Dokument.

Legende
Unter der Legende versteht man eine Beschreibung der verwendeten Symbole, Signaturen und Farben. Bei Tabellen weist sie durch eine Beschreibung des Dargestellten in Textform auf die wesentlichen Inhalte der Tabelle hin.

Leitartikel
Der wichtigste Artikel eines ↵Mehrseiters, der als „Aufmacher“ gilt und mit dem auf der Titelseite für die Publikation geworben wird. Er wird innerhalb des Printmedium meistens mit einem ganzseitigen oder auch über zwei ganze gegenüberliegende Seiten laufenden Foto aufgemacht und zieht sich über mehrere Seiten hinweg.
Regel:
Leitartikel groß und plakativ aufmachen

Lektorat
Das Korrigieren eines fertig gestellten Manuskripts eines Artikels, Kapitels oder Buchs. Unterschieden wird, ob nur nach Rechtschreibung und Zeichensetzung korrigiert wird oder auch nach Stilistik und Schreibstil, die auch über den geschriebenen Text hinweg angepasst werden können.
Regel:
Ein Autor liest nie seinen eigenen Artikel Korrektur

Lesefluss
Der Ablauf oder der optische Weg, in denen ein Leser ein Medium liest. Generell wird ein interessierter Leser eine Zeitschrift nach dem ersten Blick auf den Titel auf der zweiten und dritten Seite aufschlagen. Als Erstes fällt sein Blick auf die Seite drei, die rechte Seite außen. Dann erfolgt der Lesefluss von der linken Seite zwei links oben nach rechts unten und auf der Seite drei genauso. In dieser Weise wird der restliche Teil des Mediums gelesen. In anderen Kulturen ist aufgrund der Kultur und Sprache ein anderer Lesefluss vorhanden.

Lesegewohnheit
Kulturell und sprachlich bedingte Gewohnheit, wie man ein Printmedium oder eine Website liest. Gegenüber stehen sich westliche Lesegewohnheiten und arabische, hebräische und einige asiatische Lesegewohnheiten. Lesegewohnheiten sind wesentlich für die Art, wie ein Medium gestaltet und von Kunden angenommen und konsumiert wird. Anzeigenkunden in westlichen Ländern, die eine große Aufmerksamkeit für ihre Anzeige wollen, buchen daher einen Anzeigenplatz vorzugsweise auf der dritten (rechten) Seite einer Publikation oder generell auf einer rechten Seite außen. Werbegewohnheiten in anderen Ländern folgen anderen Gesetzmäßigkeiten.
Regel:
Machen Sie sich bei Fremdsprachensatz mit der fremden Kultur, Sprache und Typografie vertraut

Letter
Buchstabe einer Bleisatzschrift.

Ligatur
Buchstaben, die näher zusammenstehend eine optisch schönere Darstellung ergeben (Verbünde) und somit als ein Zeichen dargestellt werden – Beispiele sind fi, fl oder auch ffl. Ligaturen werden vorzugsweise in ↵Headlines verwendet, weniger im ↵Fließttext, da sie bei letzterem zu viel Aufwand erfordern würden. Ligaturen über Silbengrenzen hinweg gibt es jedoch nicht.
Regel:
Ligaturen dienen der optischen Verschönerung

Linksbündig
↵Flattersatz. Ausrichtung eines Texts links an einer gedachten, senkrechten Linie, rechts werden die Wörter nicht auf Zeilenbreite ausgetrieben.

Lichter
Helle ↵Tonwertstufen eines Bildes.

Lithographie
Steindruck. Das älteste ↵Flachdruckverfahren, das im 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Im Steindruckverfahren werden mit einer Steinzeichnung als Druckvorlage farbige Drucksachen vervielfältigt. In der heutigen grafischen Industrie wird darunter jedoch ein Verfahren verstanden zur digitalen Bildbearbeitung und zur Herstellung von Druckdaten, Filmen oder Druckplatten für den Flachdruck – ↵Offsetdruck. Meistens haben nur große (Werbe-)Agenturen eigene Lithographie-Abteilungen – kurz als „Litho“ bezeichnet.

Logo
Unternehmenszeichen. Das Logo, das aus einem oder mehreren Buchstaben oder aus einer Kombination von Buchstaben und Bildelementen bestehen kann, ist Teil des visuellen Erscheinungsbildes – ↵Corporate Identity, ↵Corporate Design – eines Unternehmens.

lpi
Lines per Inch, also die Anzahl der Linien eines ↵Rasters bei der Belichtung pro Inch. Ein Inch beträgt 2,54 cm.

Mailing
Keine asiatische Schönheit (Mai Ling), sondern ein ↵Newsletter in elektronischer Form per E-Mail.

Makrotypografie
Gestaltungsprozess, der die Gesamtkonzeption eines Werkes behandelt.

Manuskript
Handgeschriebene Bücher, Artikel oder andere Publikationen oder auch mittlerweile vermehrt maschinenschriftliche Druckvorlagen, die bei Verlagen oder Redaktionen zur Veröffentlichung eingereicht werden.

Marginalie
Eine Zusatzinformation zu einem Artikel oder Kapitel, die außerhalb des Satzspiegels in eine eigene, schmale, meist senkrechte Spalte gesetzt wird. Marginalien können als zusätzliches Gestaltungselement für Zeitungen, Zeitschriften oder Bücher verwendet werden und diese auflockern.

Mediabox
Auch Medienrahmen genannt. Sie definiert in einem PDF die Größe des Ausgabemediums, die der in der PDF-generierenden Software eingestellten Seitengröße entspricht. Sie ist der einzige Rahmen in einem PDF, der zwingend vorhanden sein muss. Moderne ↵RIPs verwenden die Mediabox statt der früher üblichen ↵Schneidemarken zur Seitenplatzierung.

Mediävalziffern
Auch Minuskelziffern. Sie haben ↵Ober- und ↵Unterlängen wie Kleinbuchstaben sowie der Zeichenform angepasste ↵Dickten. Deswegen fügen sie sich harmonisch in Fließtext ein und sind aus Gründen der optischen Gleichheit des Textverlaufs im Gegensatz zu den ↵Versalziffern zu bevorzugen. Mediävalziffern werden seit dem 12. Jahrhundert verwendet. Sie werden bei anspruchsvollem Schriftsatz angewandt.

Medienkeil
Der Medienkeil ist eine Datei mit festgelegten, standardisierten Farbwerten, die in ↵Proofs und im ↵Offsetdruck auf den Druckböge eingebunden und mit ausgedruckt wird. Mit dem Medienkeil kann nachgemessen werden, ob der Proof oder der Druck nach Standards der Druckindustrie erfolgt ist. Medienkeile werden durch die ↵Druckvorstufe platziert.

Mehrseiter
Ein Printmedium wie eine Zeitung, eine Zeitschrift, ein Katalog oder ein Buch, das – im Gegensatz zu einem ↵Flyer oder ↵Folder – aus mehreren Seiten besteht.

Mengentext
Anderer Begriff für ↵Fließtext. Text in hoher Zeichenanzahl, der den Inhalt von Kapiteln oder Artikeln bildet.

Metadaten
Daten, die Hintergrundinformationen über andere Daten enthalten. Bei Fotos von ↵Digitalkameras werden z.B. zu den einzelnen Bildern auch Daten über die Einstellungen des Fotoapparats wie Brennweite, Blende, Verschlusszeit, Farbprofil, Dateityp, Uhrzeit der Aufnahme oder Kameratyp mit der Bilddatei zusammen gespeichert.

Metallton
Sonderfarbe, die im Vierfarbprozess im Offsetdruck meistens nicht richtig gedruckt werden kann. Daher wird für einen Metallton eine zusätzliche Sonderfarbe im Dokument hinzugefügt und beim Druck mit einer standardisierten, vorgefertigten Metallfarbe – die aus einem Farbenkatalog ausgewählt werden kann – ein zusätzlicher Druckdurchgang gemacht.

Mikrotypografie
Gestaltungsprozess, der sich vorwiegend mit dem Aufbau einzelner Buchstaben, Ziffern und Zeichen und ihrem Zusammenspiel beschäftigt.

Minuskel
Kleinbuchstabe.

Mitten
Mittlere ↵Tonwertstufen eines Bildes.

Mittellinie
Von der ↵Grundlinie aus gemessene Höhe von Kleinbuchstaben ohne ↵Oberlänge – wie beim a und c. Sie hat nichts mit der Hälfte der Buchstabenhöhe zu tun.

Monitor
Bildschirm eines Arbeitsplatzes mit Computer und Ausgabegerät für elektronisch gespeicherte Informationen wie Texte und Bilder.

Monochrombild
Einfarbiges Bild.

Montagefläche
Bei einem Mehrseiter jeweils linke und rechte, horizontal nebeneinanderliegende Seiten in einer Layoutdatei.

Musterseite
Eine einzelne oder Doppelseite, die alle wiederkehrenden Elemente in einem Dokument enthält – wie Pagina, Kolumnentitel oder grafische Schmuckelemente – und als Vorlage für andere Dokumentenseiten fungiert. Ein Dokument kann mehrere Musterseiten enthalten, wenn in einem ↵Mehrseiter einzelne Bereiche oder Kapitel unterschiedlich gestaltet sind. Einer Dokumentenseite kann jedoch immer nur eine Musterseite als Vorlage zugewiesen werden. Musterseiten sind keine „richtigen” Seiten und können nicht gedruckt werden. Sie werden im Hintergrund den eigentlichen Dokumentenseiten zugeordnet und zeigen dann die auf ihnen abgelegten Inhalte.
Regel:
Musterseiten gewährleisten ein einheitliches Erscheinungsbild eines Printmediums

nativ
Ein von einer bestimmten Softwareanwendung primär verwendetes Dateiformat. Das Format ist meistens herstellerspezifisch. Die Übertragung der Dateitypen an andere Softwareanwendungen ist nur bei Vorhandensein von entsprechenden Konvertern in der jeweils anderen Software möglich.

Newsletter
Periodisch erscheinende Mitteilung einer Firma oder Organisation in elektronischer Form als E-Mail oder postalisch als gedruckte Version.

Nullpunkt
Treffpunkt der x- und y-Linien eines zweidimensionalen Maßsystems, die die beiden vertikalen und horizontalen Lineale in einem Layoutdokument darstellen. Standardmäßig sitzt der Nullpunkt in Layoutprogrammen in der linken oberen Ecke eines Dokuments oder einer Seite.

Nutzen
Die Anzahl der Einzelteile bzw. Exemplare eines Printmediums, die auf eine Papierbahn bzw. einen -bogen gedruckt, herausgeschnitten und genutzt werden können. Der Begriff wird auch für Einzelteile verwendet.

Nutzungsrechte
Nutzungsrechte werden von dem Urheber z.B. eines Texts, eines Fotos oder einer Illustration zur Veröffentlichung in einem Medium an den Verwerter dieses Werks verliehen oder gegen Honorar verkauft. Nutzungsrechte kann man entweder ausschließlich für ein Medium oder nicht eingeschränkt vergeben. Außerdem räumlich oder zeitlich begrenzt oder unbegrenzt.

Oberlänge
Teil von Kleinbuchstaben, der die ↵Mittellinie nach oben überschreitet – wie beim h und b. Sie hat nicht unbedingt etwas mit der Höhe der ↵Versalien zu tun.

Offener Job
Die Weitergabe eines offenen Quelldokuments mit allen verwendeten Bildern, Grafiken und Schriften an eine Druckerei für den Druck. Im Gegensatz zur Weitergabe eines geschlossenen Druck-PDFDokuments nach Angabe der Spezifikationen durch die Druckerei birgt der offene Job sehr große Fehlermöglichkeiten in sich und wird heute nicht mehr angewandt.
Regel:
Keinen offenen Job an Druckdienstleister geben, sondern eine Druck-PDF

Offsetdruck
↵Flachdruckverfahren, das im Rotationsprinzip indirekt über einen Gummituchzylinder auf einzelne Bögen oder auf Rollenpapier druckt. Beim Offsetdruck befinden sich die druckenden und nichtdruckenden Elemente der Druckform auf einer Ebene. Aufgrund der unterschiedlichen Oberflächeneigenschaften der druckenden und nichtdruckenden Elemente nehmen erstere die fettreiche Farbe an und letztere stoßen sie ab. Der Offsetdruck ist das heute dominierende Druckverfahren und sehr vielseitig einsetzbar. Ein anderes Verfahren ist der ↵Tiefdruck.
Regel:
Digitaldruck: Mehrseiter bis 500 Exemplare. Offsetdruck: Ab 500 Exemplare
Regel
Rechtzeitig mit Druckdienstleister in Kontakt treten. Bei Problemen mit Druckdatei-Erzeugung dort fragen

Opazität
Ein Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen. Im Printbereich ist damit die Lichtundurchlässigkeit von Papierarten für Printmedien gemeint. Eine 100 %ige Opazität ist gleichbedeutend mit völliger Lichtundurchlässigkeit und somit einer ↵Deckkraft von 100 % (= 0 % ↵Transparenz). Bei 0 % Opazität ist es genau umgekehrt.

OpenType-Schrift
Ein neues Schriftenformat, das von den Firmen Microsoft und Adobe entwickelt wurde. Das OpenType-Format überwindet wesentliche Begrenzungen der weitverbreiteten Fontformate ↵TrueType und ↵PostScript: Es ist plattformübergreifend, bietet typografische Fähigkeiten wie z.B. sprachspezifische ↵Ligaturen oder echte Brüche und aufgrund der besseren Unicode-Unterstützung wird die für traditionelle PostScript-Fonts geltende Grenze von 256 adressierbaren Zeichen pro Font überwunden.
Regel:
OpenType-Schriften ermöglichen Fremdsprachensatz in osteuropäischen, arabischen oder asiatischen Sprachen

OPI
Open Prepress Interface. In großen Agenturen wird in Arbeitsgruppen beim ↵Layout mit niedrigauflösenden Bildern gearbeitet, um die Auslastung und Rechenzeiten der Computer gering zu halten und somit die Arbeitszeit zu verringern. In der Lithographie-Abteilung werden nach Fertigstellung der Layoutarbeiten von einem OPI-Server die niedrigauflösenden Bilder gegen die gleichen, diesmal jedoch hochauflösenden Bilder für die Ausgabe und Belichtung ausgetauscht.
Regel:
OPI ist nur in großen Firmen wie Werbeagenturen relevant

Outline
Eine Zeichnung oder Schrift, die nur in ihren Umrissen dargestellt ist.

Pagina
Seitenzahl.

Papiersorte
Bedruckstoffe für den Offsetdruck. Es gibt u.a. ungestrichene Bedruckstoffe wie Offsetdruckpapier oder Naturpapier, gestrichene Bedruckstoffe wie Bilderdruckpapier oder Kunstdruckpapier oder Spezialpapiere wie selbstdurchschreibendes Papier.

Papierweiß-Simulation
Begriff aus dem ↵Farbmanagement. Verschiedene Papiersorten haben eine verschieden helle Weiße. Bei einer ↵farbmetrischen Erfassung einer Papiervorlage dient die Papierweiß-Simulation dazu, die Farbe des Vorlagenpapiers zu messen und anschließend zu simulieren.

Passer
Bei mehrfarbigen Druckprodukten das exakte Übereinanderstehen der einzelnen Farben.

Passkreuz
Druckmarkierungen auf den Belichtungsfilmen bzw. den Druckplatten, die dem Drucker die genaue Montierung ermöglichen, damit es beim Druckprodukt keine Passerfehler gibt. Eine Farbe mit der Bezeichnung „Passmarken“ darf nie anstelle von Schwarz verwendet werden. Denn diese Farbe enthält immer alle im Dokument verwendeten Farben: 100 % Cyan, 100 % Magenta, 100 % Yellow und 100 % Black, damit die Passmarken auf allen einzelnen ↵Farbauszügen als Vollton vorhanden sind – auch Sonderfarben findet sich in der Farbe „Passmarken“ wieder.

Passmarke
Anderer Begriff für ↵Passkreuz.

PDF
Portable Document Format. PDF ist ein plattformübergreifendes Dateiformat für Dokumente, das von der Firma Adobe entwickelt wurde. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es aus allen Softwareprogrammen erzeugt werden kann und alle Spezifikationen und Formatierungen aus dem Ausgangsprogramm in das PDF übernimmt. Somit ist es ein geschlossenes Format, denn Korrekturen an PDFs können nur bedingt ausgeführt werden, generell greift man dazu auf das Quelldokument zurück. PDF ist das heute gängigste Dokumenten-Format zum elektronischen Versand per E-Mail oder zur Weiterleitung von Daten an Druckereien für den ↵Digital- und ↵Offsetdruck.
Regel:
Keine Korrekturen in einem PDF durchführen. Auf das Originaldokument zurückgreifen und das PDF erneut erzeuge
Regel:
Komprimierte JPG-Dateien können in PDFs zu fehlerhaften Darstellungen führen

PDF/X
Sammelbezeichnung für PDF-Dateien, die zu einer IndustrieNorm konform sind, um sicherzustellen, ob diese vorlagengetreu gedruckt werden können oder nicht. PDF/X enthält bestimmte Anforderungen der Druckindustrie für Druckvorlagen. Bestimmte Angaben, die für den Druck notwendig sind, werden vorgeschrieben und Inhalte, die sich nicht drucken lassen, werden untersagt. So müssen z.B. ↵Anschnitt und Endformat definiert und eindeutig interpretierbare Farbangaben vorhanden sein. Auf diese Weise lässt sich die Übermittlung von Druckvorlagen erheblich zuverlässiger gestalten.

PDF/X-1a
Bei diesem PDF-Format sind u.a. nur ↵CMYK und ↵Sonderfarben erlaubt, ↵native ↵Transparenzen dagegen nicht.

PDF/X-3
Neben ↵CMYK und ↵Sonderfarben sind zusätzlich ↵RGB-, ↵Labund ICC-basierte Farbräume erlaubt.

PDF/X-4
Das derzeit aktuellste PDF-Format. Es werden ↵Farbmanagement, ↵CMYK, ↵RGB, ↵Graustufen und ↵Sonderfarben unterstützt. Außerdem sind u.a. ↵native ↵Transparenzen und OpenType-Fonts möglich. Es ist z.B. geeignet, um PDFs zu erzeugen, die noch in anderen Anwendungen weiterverarbeitet werden sollen.

PDF/A-1
Dieses Format dient nur der Langzeitarchivierung von PDF-Dateien.

Pfad
Zeichnungselement in einer ↵Vektorgrafik. Die Linie eines Pfades setzt sich in Illustrationsprogrammen nicht aus einzelnen Pixeln, sondern aus Kurvenzügen – den Segmenten zwischen einzelnen Ankerpunkten – zusammen. ↵Beziér-Linie.

Pixel
Bildpunkt. Die kleinste Einheit einer gerasterten Grafik sowohl auf dem Monitor als auch im Druck. Die Größe der Einheit kann dabei je nach Ausgabegerät unterschiedlich sein.

Pixelbild
Ein Bild, das aus unterschiedlichen ↵Pixeln aufgebaut ist und nicht aus Vektoren. Es kann sich um eine ↵Strichzeichnung, ein ↵Graustufenbild oder ein Farbbild handeln. Pixelbilder sind nicht beliebig skalierbar und verlieren beim Vergrößern schnell Auflösung und Schärfe. Sie werden in den gängigen Formaten JPG (komprimiert), TIF (unkomprimiert) oder ↵nativem PSD abgespeichert.
Regel:
Pixelbilder sind ohne spezielle Zusatzsoftware auf max. 120 % skalierbar

PNG
Portable Network Graphics. Ein ↵Bildformat mit verlustfreier Bildkompression. Es ist weniger komplex als ↵TIFF. PNG unterstützt unterschiedliche ↵Farbtiefen und ↵Transparenz per ↵Alphakanal. Es ist jedoch als ↵Bildformat nicht für den Druck-Bereich konzipiert.

Polygon
Vieleck.

Postscript
Eine Seitenbeschreibungssprache (Programmiersprache) der Firma Adobe im Desktop-Publishing-Bereich. Mit Postscript können sowohl Vektor- als auch Bitmap-Grafiken sowie Postscript-Schriften verarbeitet werden. Postscript war bisher ein Standard für Laserdrucker und Belichtungsgeräte. Postscript wird aber seit 1999 nicht mehr weiterentwickelt. Bei heutigen Ausgabegeräten wird vermehrt das PDF-Format angewendet.

Postscript-Schrift
Eine Computerschrift, die auf der Seitenbeschreibungssprache ↵Postscript beruht. Die Schrift ist auf Vektoren aufgebaut, ist somit keine Bitmap(=Pixel)schrift und wird als Postscript-Type-1-Schrift bezeichnet.

PPD
Postscript Printer Description (File). Eine Textdatei, in der die Eigenschaften und Fähigkeiten eines speziellen Postscript-Druckers beschrieben werden. Beim Drucken auf einen Postscript-Drucker muss die für den jeweiligen Ducker spezielle PPD-Datei zusätzlich im Druckmenü ausgewählt werden – auch wenn für alle Postscript-Drucker derselbe Druckertreiber verwendet wird.

ppi
Pixel per Inch. Die Auflösung eines Pixelbilds. Umgangssprachlich und in manchen Softwareprogrammen wird dieser Wert mit ↵dpi angegeben, was jedoch falsch ist.

Preflight
Wie bei einem „Preflight“ vor dem Start eines Verkehrsflugzeugs durch die Piloten im Cockpit erfolgt in der Medienproduktion durch ein Preflight einer Druck-PDF durch eine Spezialsoftware eine Prüfung nach gewissen Prüfkriterien, ob sie für den ↵Offsetdruck geeignet ist. Auch in der ↵Druckvorstufe einer ↵Druckerei wird eine ↵PDF auf ihre wirkliche Druckbarkeit überprüft, um schon im Vorfeld Fehler aufzuzeigen und das Erstellen von fehlerhaften Druckplatten zu vermeiden.
Regel:
Preflights werden mit Spezialsoftware erstellt und von Druckdienstleistern durchgeführt

Primärfarbe
Grundfarbe, die nicht aus anderen Farben gemischt werden kann. Blau, Grün und Rot sind additive Grundfarben und Cyan, Magenta und Gelb subtraktive Grundfarben. Durch das Mischen von zwei Grundfarben entstehen Sekundärfarben, durch Mischen von drei Grundfarben Tertiärfarben.

Projektdatei
Bezeichnung für eine Datei, die das Layout eines Printmediums enthält.
Regel:
Layout vor Fertigstellung von nicht verwendeten Farben, Zeichen-/Absatz- und Seitenvorlagen „reinigen“
Regel:
Regelmässig zur Absicherung vor Datenverlust per Tastenkürzel speichern

Proof
Ein standardisierter, meistens nach ISO-Normen erfolgender Druck eines Printprodukts auf unterschiedlichen Ausgabegeräten mit einer hohen Farbverbindlichkeit zum Vergleich mit dem darauf erfolgenden ↵Offsetdruck. Ein Proof ist ↵farbverbindlich und maßgebend als Referenz für den Offsetdruck.
Regel:
Die Anfertigung von Proofs ist Sache eines Dienstleisters
Regel:
Bei wichtigen Printmedien sollten vor dem Druck immer Proofs hergestellt werden

Prozessfarbe
Eine der Farben Cyan, Magenta, Gelb oder Schwarz, die im ↵Offsetdruck verwendet werden.

PSD
Das native Dateiformat der Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop. In diesem nativen Format können alle Einstellungen und Bearbeitungen aus der Originaldatei wie ↵Ebenen, ↵Ebenenmasken, ↵Alphakanäle, ↵Beschneidungspfade usw. enthalten sein. Viele Layoutprogramme können dieses Format mittlerweile importieren.

Punkt
Typografisches Maß. Umrechnung: 1 Punkt (p) = 0,375 mm. In der ↵Druckvorstufe und ↵Reproduktion ist der Punkt die Kurzbezeichnung für einen Rasterpunkt, auch wenn dies rechnerisch nicht ganz korrekt ist.

Randabfallend
Bilder oder Strukturen, die über den Rand eines Layoutdokuments hinausgehen und somit einen ↵Beschnitt benötigen.

Raster
Gleichmäßige Anordnung oder Struktur. Texte, Bilder und Grafiken eines Printmediums werden – sofern diese nicht ausschließlich aus reinen vollflächigen Druckfarben bestehen – zur Darstellung und zum Druck verschiedener ↵Graustufen oder ↵Farbtöne gerastert, also in Druckpunkte umgesetzt.

Rasterweite
Die Angabe der – wie auf einem gleichmäßigen Gitternetz stehenden – Rasterlinien aus einzelnen Druckpunkten pro Zentimeter, abgekürzt L/cm. Bei einem Raster von 60 L/cm stehen somit 60 Rasterpunkte auf einer Strecke von 1 cm nebeneinander. Gebräuchlich ist auch die englische Angabe in L/inch, wobei ein Inch 2,54 cm entspricht. 60 L/cm wären somit 152,4 L/inch, gerundet 150 ↵dpi (dots per inch).

Rechtsbündig
Ausrichtung eines Texts rechts an einer gedachten, senkrechten Linie.

Referenzfarbraum
CIE-Lab-Farbmodell, das auf Untersuchungen der menschlichen Farbwahrnehmung basiert, sodass darin alle vom Menschen wahrnehmbaren Farben enthalten sind. Der Vorteil dieses Farbraumes ist seine Geräteunabhängigkeit. Der „L*a*b*-Farbraum“ wird oft in der Farbreproduktion als Referenzfarbraum verwendet, über den die anderen Farbräume definiert werden – wie der RGB-Farbraum (Monitordarstellung) oder der CMYK-Farbraum (Offsetdruck).

Regenbogenpresse
Ein Begriff für sehr farbige Wochenzeitschriften, die sich meistens mit dem Showbusiness beschäftigen. Der Begriff ist abgeleitet von den Farben eines Regenbogens und zielt auf die bunte Aufmachung dieser Zeitschriften.

Registerhaltigkeit
Standgerechtes Aufeinanderstehen des ↵Satzspiegels der Vorderund Rückseite von beidseitig bedruckten Printmedien und somit auch des ↵Fließtexts mit jeweils korrespondierenden ↵Grundlinien.
Regel:
Fließtext benötigt Registerhaltigkeit

Reinzeichnung
Überprüfung und Herstellung einer reproduktionsfähigen Vorlage aus einer Projektdatei für den Druck. Dazu wird das ↵Layout am Ende der graphischen Gestaltung und nach dem Satz des Printmediums nach drucktechnisch notwendigen Parametern überarbeitet und gegebenenfalls korrigiert.

Reproduktion
Herstellung von Druckformen zur Wiedergabe, Vervielfältigung und zum Kopieren einer Ausgangs- oder Urform.

RGB
RGB-Farbraum (Rot, Grün, Blau). Der RGB-Farbraum ist ein additiver Farbraum. Alle drei Farben zusammen ergeben die Farbe Weiß; sind keine RGB-Farbwerte vorhanden, erhält man die Farbe Schwarz. RGB-Farben sind somit durchscheinende Farben und werden in Digitalkameras, Scannern und Monitoren verwendet.

RIP
Raster Image Processor. Ein Gerät, das digitale Daten rastert, somit in einzelne Druckpunkte umsetzt und in der ↵Druckvorstufe für die Belichtung von Druckfilmen oder -platten vorbereitet.

Rundsatz
Textzeilen, die an einer Kurve, einem Kreis oder einer Ellipse entlanglaufen.

Satz
Der Arbeitsschritt, in dem aus einer Vorlage mit Texten und Bildern eine drucktaugliche Form hergestellt wird. Dem Satz eines Printmediums geht die ↵Gestaltung voraus. Ihr nachfolgend ist die ↵Reinzeichnung.

Satzspiegel
Der Bereich eines Printmediums, der innerhalb der Stege liegt und den zu druckenden Teil mit Text und Bildern enthält.

Satzkantenausgleich
Bei einem im Blocksatz ausgerichteten Fließtext bildet der Text einen rechteckigen Block. Aus gestalterischen Gründen ragen jedoch Satzzeichen, die nicht zu dem Textblock gehören, links und rechts über diesen hinaus, wie Kommata, Punkte, Trennstriche, An-/Abführungszeichen u.a.m.

Scanner
Optisch-elektronisch arbeitende Geräte zur Erfassung, Digitalisierung und Verarbeitung von Bild- oder Textinformationen. Die Daten werden auf einem Computer bearbeitet und gespeichert.

Schmuckfarbe
Anderer Begriff für ↵Volltonfarbe.

Schneidemaschine
Maschine in der Druckweiterverarbeitung, die dazu dient, Printmedien auf ihr Endformat zu beschneiden. Dazu wird das Printprodukt in einer bestimmten Menge an den ↵Schneidemarken, die auf dem Druckbogen, jedoch außerhalb des Dokumentenformats gedruckt sind, beschnitten.

Schneidemarken
Marken, die für eine Seite eines Dokuments auf einem größeren, bedruckten Papierbogen angibt, an welcher Stelle die Seite auf ihr Endformat beschnitten werden muss.

Schöndruck
Der erste Druckdurchgang beim doppelseitigen Bedrucken eines Druckbogens mit jeweils in der Regel voneinander verschiedenen Druckformen. Gegensatz ist der ↵Widerdruck.

Schreibschrift
Auch Handschrift genannt. Sie erinnert an die normale Handschrift eines Menschen, wie sie früher mit der Tuschefeder geschrieben wurde.

Schriftfamilie
Eine Zusammenstellung von verschiedenen ↵Schriftschnitten einer Schrift.
Regel:
Beschränkung in einem Printmedium auf wenige Schriften

Schriftschnitt
Eine Variation oder Auszeichnung einer Schrift wie ↵Kursiv, ↵Fett oder ↵Kapitälchen. Gut designte Schriften haben für jeden Schriftstil eine eigene Schriftvariante. Bei einfachen Schriften berechnet der Computer die Variation mathematisch, was bei der ↵Belichtun manchmal zu Problemen führen kann.
Regel:
Verschiedene Schriftschnitte in Printmedien variieren
Regel:
Keine vom Computer berechneten Schriftschnitte verwenden

Schriftstil
Andere Bezeichnung für ↵Schriftschnitt.

Schusterjunge
Typografischer Fachbegriff für die erste Zeile eines neuen Absatzes, die noch in der vorhergehenden Textspalte als einzelne Zeile am Ende der Spalte steht und dann in die neue Spalte umbricht. Schusterjungen werden von Verlagen heutzutage weitestgehend akzeptiert.

Scribble
Ein freihändig gezeichneter ↵Entwurf für die Konzeption eines Printmediums.

Seitenlayout
Das ↵Layout eines Printmediums auf einer Seite, das sich auf den Satzspiegel bezieht.

Semiserifen-Schrift
Eine Schrift mit „halben” ↵Serifen.

Separation
Auftrennung von Farben in der ↵Druckvorstufe in die vier ↵Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz oder auch in zusätzlich vorhandene Volltonfarben. Mit den so erstellten separierten Filmen bzw. Druckplatten werden im ↵Offsetdruck alle gängigen Farben gedruckt.

Serifen
Charakteristische An- und Abstriche an bestimmten Druckschriften. In der Umgangssprache als „Füßchen” an den Schriften bezeichnet. Serifenschriften werden für längeren ↵Fließtext verwendet, da die Serifen auf der ↵Grundlinie des Textes den ↵Lesefluss unterstützen und der Text besser gelesen werden kann als Text mit einer ↵serifenlosen Schrift.

Serifenlos
Schriften ohne ↵Serifen, z.B. ↵Groteskschriften oder ↵Handschriften.

Server
Ein Computer, der im Firmennetzwerk oder über das Internet durchgehend aktiv ist. Server dienen dazu, Daten und Dienste (E-Mail, Internet usw.) für Firmenmitarbeiter, Kunden oder Internetanwender rund um die Uhr zur Verfügung zu stellen, damit auf sie zugegriffen werden kann.

Simplex-Bild
Bild, das nur mit einer (Vollton-)Farbe angelegt ist.

Sonderfarbe
Anderer Begriff für ↵Volltonfarbe.

Sonderzeichen
Zeichen in unterschiedlichen Sprachen, die auf der jeweiligen Tastatur nicht immer vorhanden sind. Entweder müssen sie über Tastenkürzel eingegeben werden oder über bestimmte Schriftmenüs. Im Deutschen zählen zu den Sonderzeichen die typografischen ↵An- und Abführungszeichen, das ↵Auslassungszeichen, der ↵Gedankenstrich, das Eszett oder die Umlaute.

Spationierung
Die Veränderung und Austreibung der ↵Laufweite von Text. Der Abstand der einzelnen Buchstaben zueinander wird dabei vergrößert. Das Gegenteil ist die ↵Unterschneidung.
Regel:
Spationierung anwenden, um zu kurzen Text in einer Textspalte füllend auszutreiben
Regel:
Zeichenabstand maximal zwischen +3/200 (Spationierung) und –3/200 (Unterschneidung) Geviert

sRGB
sRGB-Farbraum – oder Standard RGB – ist einer der kleinsten Farbräume, die verwendet werden. Manche Farben können in ihm nicht dargestellt werden. Meistens wird dieser ↵Farbraum in einfachen ↵Digitalkameras angewandt.

Steg
Der Rand eines Printmediums. Die Ränder beinhalten normalerweise nur ↵Kolumnentitel, ↵Marginalien und ↵Paginierung. Alles, was innerhalb der Ränder liegt, gehört zum ↵Satzspiegel.

Steindruck
↵Lithographie

Strichstärke
Ein Begriff aus der ↵Typografie, der die Stärke der Linien von Buchstaben und Ziffern einer ↵Schriftart bezeichnet. Strichstärken können bei Schriftarten konstant oder variabel sein.

Strichzeichnung
Ein Bild, das nur aus Schwarz und Weiß besteht, also keine Graustufenraster enthält. Strichzeichnungen werden beim Scannen mit hoher Scanaufösung von 1000 dpi und mehr gescannt, um eine scharfe Darstellung zu gewährleisten. Fälschlicherweise oft als ↵Bitmap bezeichnet.

Subheadline
Eine Unterüberschrift, die in Printmedien unterhalb der Überschrift in kleinerer Schriftgröße einen kurzen Vorspann des Artikels enthält und zur Übersicht und Entscheidungsfindung des Lesers dient, ob er den Artikel lesen will oder nicht.

Tabulator
Tabulatoren dienen dazu, Texte oder Zahlen in Spalten aufgeteilt sinnvoll untereinander anzuordnen. Man unterscheidet dabei zwischen „links ausgerichtet“, „rechts ausgerichtet“, „zentriert“ und „Dezimaltabulator“. Der Dezimaltabulator ordnet z.B. Währungsbeträge am trennenden Dezimalkomma untereinander an.
Regel:
Zur Ausrichtung von Text niemals Leerstellen verwenden

Teaser
Ein Teaser – von engl. „tease“ = reizen – ist in der Werbesprache ein Anreißer, der zum Weiterlesen verlocken soll. Auf der Titelseite von Zeitschriften sind dies kurze ↵Headlines von Artikeln, die den Leser neugierig machen sollen und auf längere Artikel in der Zeitschrift verweisen.

Textüberlauf
Text, der in einem Textrahmen oder einer Spalte zu viel ist, aus dem Rahmen läuft und meistens nicht mehr sichtbar ist. In Layoutprogrammen wird Textüberlauf durch ein bestimmtes auffälliges Zeichen in einem Textrahmen angezeigt.

Tiefdruck
Der Tiefdruck zeichnet sich dadurch aus, dass Bildstellen in der Druckform vertieft liegen, nichtdruckende Stellen dagegen erhöht. Manuelle Verfahren sind u.a. der Kupferstich und die Radierung. In der maschinellen Produktion wird der Tiefdruck fast ausschließlich für sehr hohe Auflagen – auflagenstarke Zeitungen – verwendet. Ein anderes Druckverfahren ist der ↵Offsetdruck.

Tiefen
Dunkle ↵Tonwertstufen eines Bildes.

TIF(F)
Abkürzung für Tagged Image File (Format). Ein Dateiformat für Fotos und Bilder, das auf Pixeln aufbaut und unkomprimiert ist. Das Format kann allerdings auch komprimiert vorliegen, wobei die Komprimierung aber verlustfrei rückwandelbar ist.

Tintenstrahldrucker
Drucker, der ein Dokument aus einem Computer mittels schwarzer oder farbiger Tinte druckt. Er besitzt einen Druckkopf mit feinsten Düsen, die die Farbe in hoher Auflösung und sehr guter Druckqualität auf das Papier bringen. Hochwertige Tintenstrahldrucker arbeiten nicht mit vier CMYK-Tintenpatronen, sondern mit sieben oder mehr unterschiedlichen Patronen.

Tonwert
Gerasterter oder vollflächiger Wert einer Farbabstufung von 0 % bis 100 %.

Transparenz
Die ↵Deckkraft eines Textes, Bildes oder grafischen Elements von 0 % (völlig durchscheinend) bis 100 % (völlig deckend). Native Transparenzen sind „echte“ Transparenzen, die in der Weiterverarbeitung z.B. in einem ↵PDF durchgereicht werden, nicht ↵transparenzreduziert werden und als eigenständiges, originäres Element gegebenenfalls mit einer Spezialsoftware im PDF bearbeitet werden können.

Transparenzreduzierung
Das Konzept der ↵Transparenz ist in ↵PostScript nicht definiert und dort somit unbekannt. Die Transparenzreduzierung dient daher dem Simulieren der Transparenz durch Modifizierung von Elementen in einem Layout, um eine Ausgabe zu ermöglichen. Dazu werden alle übereinanderliegenden oder sich überlappenden Elemente, die entweder selbst transparent sind oder mit transparenten Elementen in Berührung kommen, „ausgeschnitten“ und als ein zusammengefügtes, eigenständiges Bild in zusammengerechnete Pixel zerlegt und platziert. Elemente wie Vektorschriften werden dabei in Pixelformate umgewandelt, wodurch sich im Vergleich vom Original-Layout zum transparenzreduzierten Bildteil manchmal geringfügig falsche (Bild-)Darstellungen ergeben. Transparenzreduzierung betrifft nicht das Original-Layout, sondern erfolgt ausschließlich vor der Ausgabe oder dem Druck.

Trimbox
Auch Endformatrahmen genannt. Sie stellt das Endformat einer PDF-Datei ohne ↵Beschnitt und ↵Druckmarken dar. Sie zeigt somit das endgültige, zu druckende Format einer PDF-Datei.

Triplex
Ein Bild, das aus drei (Vollton-)Farben besteht.

Trommelscanner
Scanner, der flexible Vorlagen auf Zylindern – sogenannten Trommeln – abtastet und aufzeichnet. Trommelscanner sind das qualitativ bedeutendste System für Farbreproduktionen. Die auf einem Zylinder montierte Vorlage wird von einem Laser zeilenweise Punkt für Punkt abgetastet und die Informationen zu dem Bild werden gespeichert.

TrueType-Schrift
TrueType-Schriften sind ein Schriftdarstellungsstandard für Bildschirm und Druck. TrueType-Schriften werden im Gegensatz zu Bitmap-Schriften nicht aus einzelnen Pixeln aufgebaut, sondern nach dem Prinzip einer Vektorgrafik aus Konturen.

Typografie
Gestaltungsprozess in der ↵Mikro- und ↵Makrotypografie, der mittels Schrift, Bildern, Linien, Flächen und typografischem Raum auf Druckwerke und elektronische Medien angewendet wird.

Überdrucken
Liegen im Druck zwei Farben übereinander, gibt es zwei Möglichkeiten: Die Vordergrundfarbe spart die Hintergrundfarbe aus oder sie überdruckt sie. Das Ergebnis ist somit eine Mischungsfarbe aus Vordergrund- und Hintergrundfarbe. Da die Farbe Schwarz als vorgegebene Systemfarbe im Druck die dunkelste Farbe ist, ist dieses Vorgehen bei ihr unerheblich, und Schwarz wird in einem Layout fast einheitlich überdruckend eingestellt. Das Überdrucken verhindert bei der Farbe Schwarz störende Farbkanten zum Hintergrund.

Überfüllung
Zur Vermeidung von ↵Blitzern bei Grafiken oder auch Text bei aneinanderstoßenden unterschiedlichen Farben, die gegeneinander ausgespart sind. Überfüllt wird bei Farbflächen von der helleren Farbe in die dunklere Farbe. Grafik- und Layoutprogramme bieten diese Funktion an, professionelles Überfüllen sollte allerdings in der ↵Druckerei in der ↵Druckvorstufe erfolgen.
Regel:
Überfüllungen sind Sache des Druckdienstleisters

Umbruch
Die Zeilenschaltung eines Textes in die nächste Zeile. Generell wird der Begriff auch auf den Text in einem ganzen Dokument angewandt.
Regel:
Im Fließtext möglichst keine manuellen, festen Zeilenschaltungen

Umfluss
Eine Einstellung für Bilder, die vom Fließtext umflossen werden sollen.

uncoated
Ungestrichenes Papier, dessen Oberfläche nicht durch mineralienhaltige Gemische bestrichen wurde.

Unicode
Unicode ist ein internationaler Standard, in dem langfristig für jedes sinntragende Schriftzeichen bzw. Textelement aller bekannten Schriftkulturen und Zeichensysteme ein digitaler Code festgelegt wird. Ziel ist es, das Problem unterschiedlicher, inkompatibler Kodierungen in unterschiedlichen Ländern oder Kulturkreisen zu beseitigen.

Unterschneidung
Die Veränderung und Zusammenziehung der Laufweite von Text. Der Abstand der einzelnen Buchstaben zueinander wird dabei verringert. Das Gegenteil ist die ↵Spationierung.
Regel:
Unterschneidung anwenden, um Textüberlauf in einer Textspalte zu beheben

Urheberrecht
Das Urheberrecht regelt, dass geistige und künstlerische Werke nur nach Zustimmung des Urhebers und der Übertragung von ↵Nutzungsrechten in einem Medium verwendet werden dürfen. Der Urheber muss am Werk oder im ↵Impressum eines Mehrseiters genannt werden. Ebenso regelt es die zwingend korrekte Wiedergabe von Zitaten mit Angabe der Quelle.
Regel:
Respektieren Sie das Urheberrecht. Jeder Urheber hat das Recht, genannt zu werden

Vektorgrafik
Grafik, die aus mathematischen Vektoren besteht. Im Gegensatz zu Fotos und anderen Bildern, die aus Pixeln bestehen, können Vektorgrafiken verlustfrei skaliert werden. Gern werden Firmenlogos als Vektorgrafiken gestaltet. Das bisherige Dateiformat für Vektorgrafiken war EPS, das mittlerweile aber immer mehr von AI und PDF abgelöst wird.
Regel:
Vektorgrafiken sind beliebig skalierbar

Versalie
Großbuchstabe.

Versalziffern
Auch Majuskel- oder Tabellenziffern. Sie sind wegen ihrer einheitlichen Breite für Tabellen, in denen Zahlenwerte rechtsbündig untereinander stehen, geeignet. Sie sind aber seit dem 19. Jahrhundert auch im ↵Mengentext üblich.

Vierfarbdruck
Druckverfahren, bei dem die jeweils zu druckenden Farben vor dem Druck in einem Computerprogramm in die ↵Prozessfarben ↵CMYK zerlegt worden sind.

Volltonfarbe
↵Schmuck- oder ↵Sonderfarbe, die keine ↵Prozessfarbe – also ↵CMYK-Farbe – darstellt. Sie wird meistens zusätzlich zu den vier Prozessfarben im ↵Offsetdruck angelegt. Volltonfarben werden gern für spezielle Metall-, Silber- oder Goldtöne angelegt, die der Prozessfarbendruck nur vermindert darstellen kann. Eine Volltonfarbe wird im Offsetdruck als spezielle, vorher angemischte und standardisierte Sonderfarbe gedruckt. Sie kann wie jede anderer Farbe gerastert in einem Wert von 0 % (Weiß) bis 100 % (Vollton) gedruckt werden. Die wichtigsten Volltonfarbpaletten sind HKS®, Pantone® und RAL®.

Website
Geschäftlicher oder privater Auftritt mit eigener Homepage im Internet.

Weißraum
Leerer Raum auf den Seiten von Printmedien, der nicht bedruckt ist und dem Auge die Möglichkeit des Entspannens gibt. Er dient auch dazu, Artikel oder Kapitel optisch zu gliedern und voneinander zu trennen.
Regel:
Ein Printmedium lebt von seinem Weißraum

Wickelfalz
Ein Folder, der in sich selbst gefalzt – also gewickelt – wird. Durch das Ineinanderwickeln ergeben sich für die einzelnen Seitenbreiten unterschiedliche Werte, die beim Anlegen eines Wickelfalzes beachtet werden müssen. So sind die Außenseiten standardmäßig breiter als die jeweils eingeschlagenen Seiten.

Widerdruck
Der zweite Druckdurchgang beim doppelseitigen Bedrucken eines Druckbogens mit einem vom ersten Druckgang verschiedenen Druckmotiv auf die Rückseite des ↵Schöndrucks, nachdem der Bedruckstoff, meistens Papier, gewendet wurde. Das Wenden des Papiers geschieht heute meistens automatisch in der Druckmaschine.

Workflow
Arbeitsablauf in einer Arbeitsgemeinschaft oder einem Büro mit mehreren Rechnern und entsprechender Software, Ein- und Ausgabegeräten, ↵Servern und ↵RIPs zur Gewährleistung des zu bewerkstelligenden Produktionsziels und Bewältigung der anfallenden Datenmengen. Auch alleinarbeitende Selbständige können an ihrem Arbeitsplatz einen Workflow einrichten, um den Aufträgen ihrer Kunden gerecht zu werden.

Zeichenbreite
Die Breite der Buchstaben einer Schrift, die standardmäßig bei 100 % steht. Sie kann jedoch auch geringfügig verringert oder verbreitert werden, um Text z.B. in einen Rahmen einzupassen. Dies sollte jedoch immer nur auf einen Absatz angewandt werden, nicht auf einzelne Buchstaben oder Wörter. Wenn die Zeichenbreite zu stark verändert wird, wird das Verhältnis der ↵Strichstärke der vertikalen zu der der horizontalen Striche einer Schrift zu sehr verändert.
Regel:
Zeichenbreite maximal zwischen 95 % und 105 %

Zeichenstilvorlage/Zeichenformat
Fest eingestellte Formatierung eines oder mehrerer Zeichen als Vorlage, um in mehrseitigen Publikationen eine einfache und fehlerfreie Formatierung zu gewährleisten.

Zeilenabstand
Abstand von einer Zeile zur darunterliegenden in einem Absatz. Standardmäßig wird ein Wert von 120 % der Schriftgröße des Texts verwendet. Dies kann je nach Anforderung oder Höhe einer Schrift individuell geändert werden.

Zentriert
Ausrichtung eines Texts mittig an einer gedachten, senkrechten Linie.

Zitat
Eine wörtlich übernommene Stelle aus einem Text, die explizit mit dem Hinweis auf den fremden Autor gekennzeichnet werden muss. Auch Bilder und Musik können als Zitat verwendet werden.

Zwischentitel
Eine Zwischenüberschrift in einem Fließtext zwischen zwei Absätzen, der Hinweise zum Inhalt der folgenden Absätze gibt.
Regel:
Zwischentitel strukturieren einen Artikel